Wirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach

Die konjunkturellen Erwartungen haben sich im Berichtsjahr wie bereits in den Vorjahren nicht erfüllt. Prognosen wurden im Jahresverlauf sukzessive nach unten angepasst. Das Jahr 2015 war geprägt von diversen Faktoren wie etwa geopolitischen Krisenherden, einem schwachen Wachstum in den Entwicklungsländern, niedrigen Preisen für Rohstoffe, Öl und Gas sowie landwirtschaftliche Güter, »Quantitative Easing«-Aktivitäten insbesondere der EZB, der von der US-Notenbank Fed zum Jahresende eingeleiteten Zinswende, starken Wechselkursschwankungen und Migrationsströmen nach Europa. Im Ergebnis haben diese Faktoren zu einer spürbaren Verunsicherung und Investitionszurückhaltung geführt, auch wenn die europäische Exportwirtschaft etwas Rückenwind durch einen schwachen Euro-Wechselkurs hatte.

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) 1) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 %, das damit unter dem Vorjahreswert von 3,4 % liegt. Die Wirtschaft im Euro-Raum hat 2015 um 1,5 % zugelegt und somit deutlich stärker als im Vorjahr, als der Zuwachs 0,9 % betragen hatte. Die deutsche Wirtschaft konnte mit einem Wachstum von 1,5 % das Vorjahresniveau in etwa halten. Sehr erfreulich war die Entwicklung in Spanien, nachdem erst im Vorjahr die Rezession überwunden werden konnte. Hier wuchs die Wirtschaft um 3,2 %. Auch Italien kam mit einem Plus von 0,8 % aus der Rezession. Frankreich konnte sein Wirtschaftswachstum mit 1,1 % ebenfalls ankurbeln.

Die US-amerikanische Wirtschaft war wie im Vorjahr eine der wesentlichen Wachstumslokomotiven für die Weltwirtschaft. Sie legte, insbesondere aufgrund der guten Arbeitsmarktsituation, um 2,5 % zu, nach 2,4 % im Vorjahr.

Mit einem Plus von 6,9 % hat sich das Wachstumstempo der Wirtschaft in China noch einmal verlangsamt. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich fortsetzen. Das Marktumfeld im für DEUTZ relevanten Lastkraftwagen- und Baumaschinenbereich war weiterhin schwierig. Die russische Wirtschaft ist angesichts der Krise und der Sanktionen in eine Rezession gerutscht und auch in Südamerika lief der Wirtschaftsmotor weiterhin nicht rund.

DEUTZ-Abnehmerbranchen entwickeln sich schwach

Die Hauptabnehmerbranchen von DEUTZ entwickelten sich 2015 rückläufig. Die Nachfrage nach Baumaschinen war – vor Berücksichtigung von Vorbaumotoren – nach eigener Einschätzung in Europa um ca. 10 % rückläufig und lag in Nordamerika auf Vorjahresniveau. In China ging sie hingegen um circa 44 % zurück. 2) Die Landtechnikbranche in Europa gab im Berichtsjahr gemäß VDMA 3) um 8 % nach. Der Markt für mittelschwere und schwere Lastkraftwagen ging in China um 29 % zurück. 4)

1) IWF World Economic Outlook, Januar 2016.
2) China Construction Machinery Association, Januar 2016, und eigene Schätzungen.
3) VDMA Konjunkturbulletin, November 2015.
4) China Automotive Information Net, Januar 2016.

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