Internationale Joint Ventures

China ist seit einiger Zeit ein sehr herausfordernder Markt. Wachstumserwartungen wurden spürbar zurückgeschraubt und in der Motorenbranche sind hohe Kapazitäten vorhanden. Anfang 2015 haben wir entschieden, unsere Produktionsaktivitäten in China in unserem etablierten Joint Venture DEUTZ (Dalian) Engine Co., Ltd. in Dalian (China) zu konsolidieren, das über ausreichend Kapazitäten verfügt.

Das Joint Venture DEUTZ Dalian betreiben wir seit 2007 gemeinsam mit der First-Automotive-Works-Gruppe, einem der führenden Automobilhersteller Chinas. Hier produzieren wir 3- bis 8-Liter-Dieselmotoren vor allem für Automotive-Anwendungen für den chinesischen Markt. Der Absatz belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf knapp 75.000 Motoren, ein Rückgang um 29,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Geschäftsentwicklung war von der Marktentwicklung in China – vor allem im LKW- und Baumaschinengeschäft – deutlich beeinträchtigt. Bei einem verbesserten Mix wurde ein Umsatz von umgerechnet rund 340 Mio. € erzielt, der um 5,6 % unter dem Vorjahreswert lag; in lokaler Währung lag der Umsatz 19,6 % unter Vorjahr. Die Gesellschaft hat im Rahmen der At-equity-Konsolidierung das operative Ergebnis des DEUTZ-Konzerns mit 7,0 Mio. € belastet, nachdem im Vorjahr ein positiver Ergebnisbeitrag von 3,5 Mio. € erwirtschaftet worden war. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir bei einem weiterhin schwierigen Marktumfeld mit einer reduzierten Ergebnisbelastung. Das Ergebnis wird jedoch auch weiterhin maßgeblich durch die Auslastung beeinflusst werden.

Hinsichtlich der Konsolidierung unserer anderen chinesischen Produktionsaktivitäten haben wir im Berichtsjahr große Fortschritte gemacht. Das Joint Venture DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. in Linyi (China) wurde zum Jahresende 2015 aufgelöst. Ursprünglich hatten wir die Gesellschaft zusammen mit AB Volvo gegründet; die Gesellschaft hat zu keinem Zeitpunkt wesentliche Investitionen getätigt.

Das Joint Venture WEIFANG WEICHAI-DEUTZ DIESEL ENGINE CO., LTD. in Weifang (China) haben wir Ende 2015 an den bisherigen Mitgesellschafter Weichai Power veräußert. Die Gesellschaft produziert ausschließlich Lizenzmotoren der Baureihe 226B und wurde von uns nicht mehr als strategisch bedeutsam eingeschätzt.

Bei dem Joint Venture DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd. in Linyi (China), an dem wir mit 70 % beteiligt sind, wurde ebenfalls die Schließung eingeleitet. Wir rechnen mit der vollständigen Liquidation im Laufe des Jahres 2016. Die Implementierungsarbeiten wurden bei dieser Gesellschaft frühzeitig unterbrochen bzw. beendet.

Aus der Liquidation bzw. dem Verkauf der vorgenannten Gesellschaften, also von DEUTZ Engine China, WEIFANG WEICHAI-DEUTZ DIESEL ENGINE CO., LTD. und DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd., resultierte im Berichtsjahr insgesamt ein geringfügiger positiver Ergebniseffekt.

DEUTZ AGCO MOTORES S.A. (DAMSA), unser argentinisches Joint Venture mit der AGCO-Gruppe, produziert Motoren für den lokalen Markt, insbesondere für Landtechnik-, Bus- und Industrieanwendungen. Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft in einem sehr schwierigen Marktumfeld rund 1.150 Motoren abgesetzt. Damit wurde ein Umsatz von rund 19 Mio. € erzielt, der aufgrund von Preissteigerungen um rund ein Fünftel über dem Vorjahr lag. Der Verlust der Gesellschaft belief sich auf 0,1 Mio. €.

An der D.D. Power Holdings (Pty) Ltd., unserem südafrikanischen Joint Venture, halten wir einen Anteil von 30 %. Die Vertriebs- und Servicegesellschaft ist im lokalen Markt aktiv und hat einen Schwerpunkt unter anderem im lokalen Minengeschäft. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft einen Umsatz von rund 20 Mio. € und einen Gewinn von rund 2,5 Mio. € erzielt, die damit jeweils über Vorjahr lagen.

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