Beschaffung

Im Geschäftsjahr 2015 fokussierte sich der Einkauf weiterhin darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der Motorenpalette durch Materialkostensenkungen zu verbessern. Die Aktivitäten, die im Rahmen der definierten Materialgruppenstrategien konsequent umgesetzt wurden, betrafen insbesondere die Baureihen im Segment < 4 Liter. Hinzu kamen abermals verschärfte Anforderungen an die Versorgungssicherheit und die Lieferperformance.

Rohstoffpreise geben nach

Der Kurs für Gussschrott hat sich im Jahresverlauf erneut stark abgeschwächt. Die Preise für Aluminium und Kupfer sind weniger stark gefallen. Die Notierung von Platin hat sich im Gegensatz zu den Vorjahren deutlich abgeschwächt. Palladium zeigte 2015 einen ähnlichen Kursverlauf, wobei die Bedeutung für DEUTZ deutlich geringer ist als die von Platin. Alle Jahresdurchschnittswerte lagen unterhalb der von uns prognostizierten Bandbreiten. Rohstoffpreise haben jedoch insgesamt nur einen begrenzten Einfluss auf die Beschaffungspreise von Zulieferteilen, da die Wertschöpfung von sehr hoher Bedeutung ist.

Seit der Einführung von Tier 4 steigt der Anteil der EAT-Komponenten bei den Erzeugniskategorien. Dennoch machen die Gießerei-Erzeugnisse (vor allem Zylinderkopf und Motorblock), die Einspritzeinrichtungen (im Wesentlichen Pumpen und Ventile) sowie die Mess- und Regelanlagen (zum Beispiel mechanische und elektronische Regler und Sensoren) einen Großteil des Materialeinkaufsvolumens aus.

Unser Augenmerk lag im vergangenen Jahr besonders auf den Einkaufstrategien in den Bereichen Einspritzung, ECU, EAT und AGR. Gerade die technologieintensiven Komponenten haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Dadurch stellen sich Preisgefüge anders dar als noch vor fünf Jahren, und einst neue Marktteilnehmer werden zu etablierten Zulieferern. Durch einen strukturierten Auswahl-, Verhandlungs- und Vergabeprozess konnten wir sicherstellen, dass uns keine Wettbewerbsnachteile entstehen und wir die richtigen strategischen Partner gewählt haben.

Wir haben verstärkt in den Emerging Markets zugekauft, da die nachlassende Konjunktur in China einen leichten Preisdruck auf die verarbeitende Industrie ausübt. Hiervon konnten wir profitieren und so die Kosten weiter senken.

Lieferperformance auf hohem Niveau stabilisiert und weiter verbessert

Durch die enge Verzahnung von Logistik und Einkauf konnte die Lieferperformance im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte auf über 97 % im Jahresdurchschnitt verbessert werden. Somit konnten Zusatzkosten durch eine kurzfristige Unterversorgung oder Verzögerung weitgehend vermieden werden.

Lieferantenqualität nachhaltig optimiert

Unsere PPM-Rate (parts per million als Kennzahl für defekte Teile) ist das vierte Jahr in Folge unter 1.000 ppm geblieben und damit weiterhin auf einem historischen Tief. Dies resultiert aus der konsequenten und nachhaltigen monatlichen Bewertung der Lieferanten sowie der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Lieferqualität.

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