Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsausgaben (nach Zuschüssen)1)

Grafik: Forschungs- und Entwicklungsausgaben (nach Zuschüssen)

Forschungs- und Entwicklungsausgaben planmäßig gesunken

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich 2015 auf 49,5 Mio. € (2014: 68,7 Mio. €). Abzüglich der von Großkunden und Entwicklungspartnern erhaltenen Zuschüsse lagen die Ausgaben bei 40,8 Mio. € (2014: 53,1 Mio. €). Die F&E-Quote (nach Zuschüssen) – das Verhältnis von Netto-Entwicklungsausgaben zum Konzernumsatz – ist wie geplant geringfügig auf 3,3 % gesunken (2014: 3,5 %). Der Rückgang der F&E-Ausgaben ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass alle Motoren der neuesten Emissionsstufe EU Stufe IV/US Tier 4 bereits bis 2014 in den Markt eingeführt wurden. Von den Entwicklungsausgaben nach Zuschüssen wurden im Berichtsjahr 31,9 % aktiviert (2014: 49,5 %).

In der Segmentbetrachtung beliefen sich die Ausgaben nach Zuschüssen bei DEUTZ Compact Engines auf 38,2 Mio. € (2014: 48,1 Mio. €) und bei DEUTZ Customised Solutions auf 2,6 Mio. € (2014: 5,0 Mio. €).

Stage V ready

Unser Motorenportfolio haben wir in den Vorjahren für die Emissionsstufe EU Stufe IV/US Tier 4 komplett überarbeitet. Das Ergebnis sind sehr kompakte Motoren mit auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Abgasnachbehandlungskonzepten und niedrigen Lebenszykluskosten. Die nächste europäische Emissionsstufe EU Stufe V, die für 2019 avisiert ist,1) wird von unseren mit einem Dieselpartikelfilter ausgestatteten TCD-Motoren im Bereich 2,9 bis 7,8 Liter Hubraum bereits heute erfüllt. Eine weitere Emissionsstufe in den USA ist bis dato nicht geplant.

Mit einer vergleichbar komplexen Herausforderung wie bei der Emissionsstufe EU Stufe IV/US Tier 4 rechnen wir in der Zukunft nicht mehr – vielmehr erwarten wir, dass wir diese Motoren bis weit in das nächste Jahrzehnt vermarkten können. Entwicklungen werden zukünftig nicht mehr im gleichen Umfang durch die Emissionsgesetzgebung getrieben sein, sondern in stärkerem Umfang auf unternehmerischen Entscheidungen beruhen. Auch in der Zukunft werden wir mit unseren Motoren technologisch führende Konzepte und weitere Leistungssteigerungen bei gleichen Baumaßen verfolgen.

Ausweitung des Produktportfolios

Unsere Produktpalette wollen wir mit Weiterentwicklungen arrondieren. So befindet sich mit dem TCD 2.2 ein 3-Zylinder-Motor in der Entwicklung, der auf dem bestehenden 4-Zylinder-Motor mit 2,9 Liter Hubraum basiert. Außerdem werden wir die kleineren Motoren neben einer Dieselversion auch für den Betrieb mit Flüssiggas (LPG) anbieten. Dies ist insbesondere für Gabelstapler und andere Material-Handling-Anwendungen interessant.

Vorentwicklungsaktivitäten auf hohem Niveau

Eine intensive Forschung und Entwicklung bleibt auch zukünftig die Basis für die Innovationsführerschaft von DEUTZ in seiner Branche. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Einführung der neuesten Emissionsstufe besteht die Möglichkeit, dass wir uns auf neue Aufgaben konzentrieren. Schwerpunkte sind Elektronik- und Softwareentwicklung sowie die Weiterentwicklung unserer Abgasnachbehandlungstechnologie, um den Bauraumbedarf weiter zu reduzieren.

Neue technische Konzepte

Wir entwickeln ständig neue, innovative Ansätze und haben hier unsere Aktivitäten zuletzt hinsichtlich alternativer Kraftstoffe ausgeweitet. So haben wir auf der Basis des TCD 3.6 den Prototyp eines mit Erdgas (CNG) betriebenen Gasmotors realisiert und in einem Traktor appliziert. Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock und der SAME DEUTZ-FAHR Group umgesetzt und durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Der Traktor wurde im November 2015 auf der Agritechnica in Hannover präsentiert.

Schutzrechte sichern unser Know-how

Mit Patenten, Patentanmeldungen und Gebrauchsmustern schützen wir unser Know-how vor fremder, unbefugter Nutzung. Im Berichtsjahr haben wir 19 neue Schutzrechte angemeldet, davon sieben im Inland. Insgesamt verfügen wir nun über 153 deutsche und 262 ausländische Schutzrechte.

1) Vorschlag der EU-Kommission zur EU Stufe V gemäß Veröffentlichung vom 25. September 2014.

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