Ertragslage

DEUTZ AG: Übersicht zur Ertragslage    
  2015 2014
in Mio. €    
Umsatzerlöse 1.118,6 1.437,8
Umsatzkosten –976,4 –1.280,6
Forschungs- und Entwicklungskosten –43,6 –54,0
Vertriebs- und Verwaltungskosten –71,9 –68,8
Sonstige betriebliche Erträge 40,8 31,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen –33,6 –15,9
Beteiligungsergebnis 5,6 –7,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen –0,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 39,5 41,6
Zinsergebnis –8,2 –11,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 31,3 30,0
Außerordentliches Ergebnis –2,3 –19,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –1,7 15,0
Sonstige Steuern –0,5 –1,2
Jahresergebnis 26,8 24,4

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der DEUTZ AG betrugen im Geschäftsjahr 2015 1.118,6 Mio. €; dies sind 22,2 % weniger als im Vorjahr (2014: 1.437,8 Mio. €). Insbesondere die gesunkene Nachfrage in unserem größten Anwendungsbereich Mobile Arbeitsmaschinen sowie im Bereich Landtechnik war ausschlaggebend hierfür. Im Anwendungsbereich Mobile Arbeitsmaschinen ist der Umsatz um 30,7 % auf 470,0 Mio. € zurückgegangen (2014: 677,8 Mio. €). Der Bereich Landtechnik gab sogar um 38,8 % auf 157,6 Mio. € nach (2014: 257,6 Mio. €). Diese Umsatzabschwächung ist zum einen auf den Emissionswechsel für Motoren < 130 kW in der EU zum 1. Oktober 2014 und damit verbundene Vorbaumotoreneffekte zurückzuführen. Zum anderen ist aktuell aber auch eine Investitionszurückhaltung in unseren Endmärkten zu spüren, die zu einem langsameren Abbau der Lagerbestände mehrerer europäischer Kunden führt.

Regional betrachtet ist nur der Umsatz in der Region Asien/Pazifik deutlich um 22,7 % auf 113,1 Mio. € gestiegen. In den Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und Amerika gab er um 28,6 % auf 810,5 Mio. € bzw. um 7,0 % auf 195,0 Mio. € nach.

Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2015 hat die DEUTZ AG ein operatives Ergebnis (EBIT) von 39,5 Mio. € erwirtschaftet (2014: 41,6 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 2,1 Mio. € ist vor allem auf das deutlich geringere Geschäftsvolumen und zinsbedingt höhere Aufwendungen aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Positiv auf das Ergebnis haben sich dagegen geringere Produktions- und Gewährleistungskosten, ein stark verbessertes Beteiligungsergebnis sowie geringere Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewirkt.

Vor Abschreibungen belief sich das operative Ergebnis der DEUTZ AG auf 93,5 Mio. €, nach 89,7 Mio. € im Vorjahr.

Umsatzkosten

Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Umsatzkosten der DEUTZ AG auf 976,4 Mio. € (2014: 1.280,6 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 304,2 Mio. € resultiert insbesondere aus volumenbedingt gesunkenen Aufwendungen für Material, Personal und Leiharbeitskräfte. Zudem haben sich die Gewährleistungskosten deutlich verringert. Das Verhältnis der Umsatzkosten zu den Umsatzerlösen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 89,1 % auf 87,3 % verbessert.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Mio. € auf 43,6 Mio. € vermindert (2014: 54,0 Mio. €). Die Forschungs- und Entwicklungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personal- und Materialaufwendungen. Vereinnahmte Investitionszuschüsse und aktivierte Entwicklungskosten werden mindernd berücksichtigt. Im Gegensatz zu den nach IFRS bilanzierten Entwicklungskosten im DEUTZ-Konzern werden von den nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) bilanzierten Entwicklungskosten nur diejenigen aktiviert, die auf Projekte entfallen, deren Beginn nach der erstmaligen Anwendung des BilMoG in der DEUTZ AG war.

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten betrugen im Berichtsjahr 71,9 Mio. €; gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 ist dies ein Anstieg in Höhe von 3,1 Mio. € (2014: 68,8 Mio. €). Entscheidend dafür waren insbesondere die im Zusammenhang mit dem Wechsel des IT-Dienstleisters zum Ende des Berichtsjahres einmaligen Übergangskosten. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sind die Vertriebs- und Verwaltungskosten ebenfalls von 4,8 % im Vorjahr auf 6,4 % im Berichtsjahr gestiegen.

Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2015 haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 9,7 Mio. € auf 40,8 Mio. € erhöht (2014: 31,1 Mio. €). Maßgeblich dafür war insbesondere die Reduzierung von Rückstellungen für Gewährleistungskosten. Zudem wurde im Berichtsjahr im Zuge der Veräußerung der Anteile an der WEIFANG WEICHAI-DEUTZ DIESEL ENGINE CO., LTD. in Weifang (China) ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 2,8 Mio. € erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 17,7 Mio. € auf 33,6 Mio. € gestiegen (2014: 15,9 Mio. €). Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus höheren Belastungen aus Fremdwährungsgeschäften sowie der Anpassung der Rückstellungen für Pensionen aufgrund veränderter Bewertungsparameter. Den Fremdwährungsverlusten stehen Fremdwährungsgewinne in vergleichbarer Höhe gegenüber. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,9 Mio. € auf 5,6 Mio. € deutlich gestiegen (2014: –7,3 Mio. €). Dies ist insbesondere auf den Umstand zurückzuführen, dass das Beteiligungsergebnis im Vorjahr in hohem Maße durch die Reduzierung der Wertansätze für die Beteiligungen DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd. bzw. DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. auf Ebene der Holdinggesellschaften DEUTZ Asien Verwaltungs GmbH und DEUTZ Engine China GmbH belastet war.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis lag im Berichtsjahr bei –8,2 Mio. € (2014: –11,6 Mio. €). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 3,4 Mio. € ist hauptsächlich auf die geringere Kreditinanspruchnahme zurückzuführen.

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis lag im Berichtsjahr bei –2,3 Mio. € (2014: –19,4 Mio. €) und beinhaltete die jährliche Zuführung des aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG entstandenen Unterschiedsbetrags zu den Pensionsrückstellungen. Der Unterschiedsbetrag resultiert aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010. Im Vorjahr umfasste das außerordentliche Ergebnis zudem Aufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Standortoptimierung.

Ertragsteueraufwendungen

Die Ertragsteueraufwendungen betrugen im Berichtsjahr 1,7 Mio. €. Den originären Steueraufwendungen in Höhe von 2,7 Mio. € standen latente Steuererträge von 1,0 Mio. € gegenüber.

Jahresergebnis

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum bedingt durch deutlich gesunkene außerordentliche Aufwendungen um 2,4 Mio. € auf 26,8 Mio. € leicht erhöht (2014: 24,4 Mio. €). Die Entwicklung entsprach damit unserer Prognose zu Beginn des Jahres 2015.

Auf Grundlage des positiven Jahresergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, aus dem Bilanzgewinn 8,5 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 0,07 € je Aktie zu verwenden.

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