Gewässerschutz im Fokus

Der sichere Betrieb aller Anlagen, die dem Geltungsbereich des Wasserhaushaltsgesetzes unterliegen, wird durch wiederkehrende Prüfungen gewährleistet, die von Sachverständigen einer zugelassenen Überwachungsstelle ausgeführt werden. Damit sind nicht nur die technischen Voraussetzungen für den sicheren Betrieb gegeben – auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Anlagen stets verfügbar sind, erhöht sich dadurch.

Durch die Stilllegung und den Rückbau des Galvanikbetriebs in Köln-Deutz wurde das bestehende Umweltrisiko im Berichtszeitraum deutlich reduziert. Der Rückbau der galvanischen Anlage und die Verlagerung einiger Anlagenteile an den neuen Standort des externen Dienstleisters erfolgten in enger Kooperation mit der lokalen Umweltbehörde und sind beispielhaft für die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Im Rahmen der letzten Ausbaustufe wurde der Keller des F&E-Prüfzentrums umfangreich saniert. Die Baumaßnahme erfolgte, um den anlagenbezogenen Gewässerschutz dem Stand der Technik anzupassen. Sie umfasste vor allem die Erneuerung der Abwasserleitungen und die Erneuerung der Bodenbeschichtung, die resistent gegen das Eindringen von wassergefährdenden Stoffen sein muss. Die entsprechenden Investitionen beliefen sich auf knapp 0,2 Mio. €.

Umgang mit Ressourcen weiter verbessert

Das Rückkühlwerk, das das F&E-Prüfzentrum mit Kühlwasser versorgt, wurde bisher mit einem offenen Kühlkreislauf betrieben. Dies hatte neben dem prozessbedingten Wasserlust auch einen hohen Stromverbrauch durch veraltete Anlagentechnik zur Folge. Die Installation eines geschlossenen Wasserkreislaufs und der Austausch der mittlerweile ineffizienten Fördertechnik wurden im vergangenen Jahr vollständig abgeschlossen. Die Investitionen für diese Baumaßnahme beliefen sich auf knapp 0,3 Mio. €. Durch die Nachhaltigkeit der Maßnahme, die durch den geringeren Wasserverbrauch am Standort Köln-Porz und durch die Reduzierung des Verbrauchs an elektrischer Energie gekennzeichnet ist, werden die Ressourcen, die unserem Unternehmen zur Verfügung stehen, langfristig geschont.

Abfallmenge soll kontinuierlich gesenkt werden

Die hohen Qualitätsanforderungen, die wir an die Erzeugnisse unserer Lieferanten stellen, erfordern einen angemessenen Schutz der angelieferten Teile. Auf Verpackungen kann deshalb nicht grundsätzlich verzichtet werden. Dennoch wollen wir sie kontinuierlich reduzieren und damit die zu erwartende Abfallmenge verringern. Im Rahmen von Einzelfallprüfungen wird der Ersatz von Einwegverpackungen durch Mehrwegsysteme (z. B. Leergut) geprüft und realisiert. In zusätzliche Mehrwegverpackungen haben wir im vergangenen Jahr 0,5 Mio. € (2014: 1,1 Mio. €) investiert. Ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Reduzierung von Abfall stellt die Bevorratung des Treibstoffzusatzes AdBlue 1) in einer Tankanlage mit einem Fassungsvermögen von 5 m3 dar. Für die Installation der Anlage wurde ein Betrag in Höhe 110 T€ investiert. Neben der Reduzierung der Abfallkosten für Einwegverpackungen ergibt sich auch eine Einsparung durch den geringeren logistischen Aufwand, der vor allem durch einen Rückgang der Bestellvorgänge gekennzeichnet ist.

1) 32,5%ige wässrige Harnstofflösung (AdBlue® ist eine eingetragene Marke des Verbandes der Automobilindustrie e.V.)



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