Vermögenslage

DEUTZ-Konzern: Übersicht zur Vermögenslage      
  31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
in Mio. €      
Langfristiges Vermögen 589,6 625,8 –36,2
Kurzfristiges Vermögen 498,1 523,0 –24,9
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,4 0,4
Vermögen gesamt 1.088,1 1.149,2 –61,1
       
Eigenkapital 495,6 511,0 –15,4
Langfristige Schulden 280,8 322,7 –41,9
Kurzfristige Schulden 311,7 315,5 –3,8
Eigenkapital und Schulden gesamt 1.088,1 1.149,2 –61,1
       
Working Capital (in Mio. €) 183,6 196,2 –12,6
Working-Capital-Quote (Stichtag, in %) 14,7 12,8 1,9
Working-Capital-Quote (Durchschnitt, in %) 17,6 13,3 4,3
Eigenkapitalquote (in %) 45,5 44,5 1,0
 
Working Capital: Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Eigenkapital und Schulden gesamt.

DEUTZ-Konzern: Bilanzstruktur

Grafik: DEUTZ-Konzern: Bilanzstruktur

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte des DEUTZ-Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2015 589,6 Mio. € (31. Dezember 2014: 625,8 Mio. €). Der Rückgang in Höhe von 36,2 Mio. € ist hauptsächlich auf den gesunkenen Bestand an immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen. Durch die erfolgte Serieneinführung der neuen Motoren lagen die Zugänge mit 17,8 Mio. € deutlich unter den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 45,9 Mio. €. Außerdem waren bei den immateriellen Vermögenswerten marktbedingt außerplanmäßige Wertkorrekturen in Höhe von 7,4 Mio. € erforderlich.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vorjahresvergleich um 24,9 Mio. € auf 498,1 Mio. € ebenfalls vermindert (31. Dezember 2014: 523,0 Mio. €). Die Entwicklung ist insbesondere auf volumenbedingt gesunkene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie geringere sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände zurückzuführen. Entscheidend für den Rückgang der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände war in erster Linie die Ausbuchung der ausstehenden Einlagen von Minderheitsgesellschaftern. Diese betrafen die Beteiligung der AB Volvo Gruppe an der DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. in Linyi (China). Durch die Auflösung der Gesellschaft sind die noch ausstehenden Einlageverpflichtungen entfallen.

Working Capital

Das Working Capital ist zum 31. Dezember  2015 auf 183,6 Mio. € gesunken (31. Dezember 2014: 196,2 Mio. €). Entscheidend dafür waren insbesondere nachfragebedingt geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Vorratsbestände haben sich zwar moderat erhöht; bereinigt um den Wechselkurseffekt sind sie jedoch leicht zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben nahezu unverändert. Trotz des gesunkenen Working Capitals ist die Stichtagsquote 1) aufgrund des deutlich niedrigeren Geschäftsvolumens zum 31. Dezember 2015 auf 14,7 % angestiegen (31. Dezember 2014: 12,8 %). Auch die durchschnittliche Working-Capital-Quote 2) hat sich erhöht und lag zum Bilanzstichtag bei 17,6 % (31. Dezember 2014: 13,3 %). Unsere Prognose für die durchschnittliche Working-Capital-Quote von rund 14 % konnten wir damit insbesondere bedingt durch das deutlich geringere Geschäftsvolumen nicht erreichen.

Nicht bilanzierte immaterielle Werte

Neben den bilanzierten Vermögenswerten verfügt DEUTZ über weitere nicht bilanzierte Werte: So steht die Marke DEUTZ für hohe technologische Ansprüche, Qualität und Verlässlichkeit und ist eine feste Größe in der Welt der Gerätehersteller und -betreiber seit mehr als 150 Jahren. Zudem verfügt DEUTZ über werthaltige langjährige Kundenbeziehungen; insbesondere mit unseren Hauptkunden bestehen langfristige Kooperationsverträge.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2015 auf 495,6 Mio. € gesunken (31. Dezember 2014: 511,0 Mio. €). Entscheidend für den Rückgang in Höhe von 15,4 Mio. € war die Entwicklung der Minderheitsanteile am Eigenkapital. Infolge der Auflösung der DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. in Linyi (China) wurden von der bereits getätigten Kapitaleinlage unseres Joint-Venture-Partners AB Volvo Gruppe 2,6 Mio. € zurückgezahlt. Zudem ist die noch ausstehende Einlageverpflichtung der AB Volvo Gruppe auf das Eigenkapital des Joint Ventures entfallen. Das den Aktionären der DEUTZ AG zustehende Konzerneigenkapital ist dagegen hauptsächlich durch den Konzerngewinn und die positiven Effekte aus der Erhöhung der Abzinsungssätze bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich trotz des gesunkenen Eigenkapitals von 44,5 % zum 31. Dezember 2014 auf 45,5 % zum 31. Dezember 2015 leicht erhöht und liegt damit in dem von uns zu Beginn des Berichtsjahres prognostizierten Bereich von deutlich über 40 %.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden lagen zum 31. Dezember 2015 bei 280,8 Mio. € (31. Dezember 2014: 322,7 Mio. €). Der Rückgang um 41,9 Mio. € ist maßgeblich durch die Entwicklung der Pensionsrückstellungen bedingt. Insbesondere durch höhere Abzinsungssätze sind die Pensionsrückstellungen gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 14,8 Mio. € gesunken. Außerdem haben wir unsere langfristigen Finanzschulden weiter zurückgeführt. Diese lagen zum 31. Dezember 2015 bei 58,6 Mio. €; damit sind sie im Vergleich zum Jahresende 2014 um 14,7 Mio. € vermindert worden (31. Dezember 2014: 73,3 Mio. €). Auch die sonstigen Rückstellungen sind, insbesondere aufgrund rückläufiger Rückstellungen für Gewährleistungskosten, um 11,7 Mio. € gesunken.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden haben sich ebenfalls im Berichtszeitraum leicht verringert. Nach 315,5 Mio. € zum 31. Dezember 2014 lagen sie zum 31. Dezember 2015 bei 311,7 Mio. €. Der Rückgang in Höhe von 3,8 Mio. € ist hauptsächlich auf geringere sonstige Rückstellungen zurückzuführen.

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 1.088,1 Mio. € (31. Dezember 2014: 1.149,2 Mio. €).

1) Verhältnis des Working Capitals (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zum Stichtag zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate.
2) Verhältnis des Working Capitals (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als Durchschnitt der letzten vier Quartalsstichtage zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate.

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