Glossar

A

Abgasnachbehandlung

Sichert durch die Reinigung von Verbrennungsabgasen die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Emissionsgrenzwerte für gasförmige Schadstoffe wie Stickoxide (NOx) und Rußpartikel. In Fahrzeugen erfolgt die Abgasnachbehandlung durch den Einsatz von Katalysatoren und Rußpartikelfiltern.

Adblue®

32,5%ige wässrige Harnstofflösung (Adblue® ist eine eingetragene Marke des Verbandes der Automobilindustrie e.V.).

AGR

Abgasrückführung in den Verbrennungsprozess des ­Motors zur Reduktion der Emission von Stickoxiden.

C

Captive-Markt, -Bereich

Marktsegment, in dem die Geräte- und Nutzfahrzeughersteller den Bedarf an Motoren durch die eigene Motorenproduktion abdecken. Aus diesem Grund ist der Captive-Markt für unabhängige Motorenhersteller in der Regel nicht zugänglich.

Compliance

Bezeichnet die Gesamtheit der Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien, aber auch von vertraglichen Verpflichtungen sowie von freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen. Compliance ist ein wichtiges Element der Corporate Governance.

Corporate Governance

Verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung und Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtete Leitung und Kontrolle von Unternehmen.

D

DIN EN ISO 9001

(»Deutsches Institut für Normung – Europa-Norm – International Organization for Standardization – 9001«)
Internationale, europa- und deutschlandweit anerkannte Norm für das Umweltmanagement.

Diversity

Die individuelle Verschiedenheit der Mitarbeiter wird toleriert und soll im Rahmen einer weltoffenen Unternehmenskultur für den Erfolg der Gesellschaft genutzt werden. Mitarbeiter sollen unter anderem nicht aufgrund von ethnischer Abstammung, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orien­tierung oder Behinderung diskriminiert werden und die gleichen Chancen haben.

DVERT®

(»DEUTZ Variable Emissions-Reduktionstechnologie«)
Kombination von Systemen, Komponenten und Verfahren, die modular eingesetzt werden, um technisch optimale und gleichzeitig kostengünstige Lösungen zur Reduktion von Abgas- und Lärmemissionen darzustellen.

E

EAT

Exhaust Aftertreatment Technology (Abgasnachbehandlungstechnik) zur Reduzierung von Emissionen.

EBIT

EBIT (earnings before interest and taxes) ist das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern).

ECU

Engine Control Unit (Motorsteuergerät), welches die Steuerung, Regelung und Überwachung von Motorfunktionen übernimmt.

Ergebnis je Aktie

Die Kennzahl Ergebnis je Aktie stellt das Ergebnis nach Steuern, welches auf Anteilseigner der DEUTZ AG entfällt, der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befind­lichen Aktien gegenüber.

EU Stufe I, II, III A, III B, IV

Von der Europäischen Union festgelegte Abgasnorm für Non-Road-Anwendungen. Sie bestimmt Grenzwerte für im Abgas enthaltene Schadstoffe wie Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel.

F

Forward

Individuell ausgestaltetes und nicht börsengehandeltes Termingeschäft.

H

Hedging

Absicherung von Zins-, Währungs-, Kursrisiken oder ähnlichen Risiken durch derivative Finanzinstrumente, welche die Risiken der Grundgeschäfte begrenzen.

K

Kaizen

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) ist eine Denkweise, die mit stetigen Verbesserungen in kleinen Schritten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken will. KVP bezieht sich auf die Produkt-, die Prozess- und die Servicequa­lität. KVP wird im Rahmen von Teamarbeit durch fortwährende kleine Verbesserungsschritte (im Gegensatz zu Innovationen in Form großer, einschneidender Neuerungen) umgesetzt. KVP ist ein Grundprinzip des Qualitätsmanagements und unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001. Das Erarbeiten von Verbesserungsvorschlägen durch KVP-Teams wird üblicherweise gemeinsam mit dem betrieblichen Vorschlagswesen unter dem Begriff Ideen­management zusammengefasst.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Sie unterscheidet zwischen dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit und erklärt daraus die Veränderung des Zahlungsmittelbestands.

L

Latente Steuern

Unterschiede zwischen den steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften und denen nach IAS führen hinsichtlich der steuerlichen Belastung zu Abweichungen. Diese Unterschiede werden über Abgrenzungen als Aktiv- oder Passivposten in der Bilanz dargestellt.

Liquefied Petroleum Gas (LPG)

LPG bezeichnet zum Einsatz in Fahrzeug-Verbrennungsmotoren vorgesehenes Flüssiggas, ein variables Gemisch aus Butan und Propan.

Long-Term-Incentive-Plan

Anreizsystem beziehungsweise Vergütungsinstrument, das dem Vorstand und ausgewählten Führungskräften angeboten wird. Sie sollen am langfristigen Erfolg des Unternehmens beteiligt und dadurch an das Unternehmen gebunden werden.

N

Non-captive-Markt, -Bereich

Ein Marktsegment, in dem die Geräte- und Nutzfahrzeughersteller den Bedarf an Motoren durch fremde Motorenproduktion abdecken. Aus diesem Grund ist ein Non-captive-Markt für unabhängige Motorenhersteller zugänglich.

Non-Road-Anwendungen

(»nicht auf der Straße«)
Motorbetriebene Anwendungen ohne Straßenzulassung, wie zum Beispiel Mobile Arbeitsmaschinen.

NPV

(»Net Present Value«)
Kapital- beziehungsweise Gegenwartswert einer Investition. Er ist die Summe der abgezinsten künftigen Ein- und Auszahlungen abzüglich der Anschaffungsausgaben für die Investition. Bei Investitionsentscheidungen dient der Kapitalwert zur Bewertung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen.

O

On-Road-Anwendungen

(»auf der Straße«)
Motorbetriebene Anwendungen mit Straßenzulassung, wie zum Beispiel Nutzfahrzeuge und Busse.

On-Road-Anwendungen (»auf der Straße«)

Motorbetriebene Anwendungen mit Straßenzulassung, wie zum Beispiel Nutzfahrzeuge und Busse.

Option

Kontrakt, der dem Inhaber das Recht und dem Stillhalter die Verpflichtung gibt, bis zum Verfallsdatum des Kontrakts den Basiswert (ein Wertpapier oder ein Produkt) zum vorher festgesetzten Basispreis zu kaufen oder zu verkaufen.

P

Parts per million

Die PPM-Rate ist eine Kennzahl für defekte Teile.

Parts per million (PPM)

Measurement for defective parts.

Prime Standard

Zulassungssegment der Deutschen Börse für Unternehmen, die sich auch gegenüber internationalen Investoren positionieren wollen. Diese Unternehmen müssen hohe internationale Transparenzanforderungen erfüllen. Die Zulassung zum Prime Standard ist eine Voraussetzung für die Aufnahme in die Auswahlindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX.

R

Rating

Dient zur Beurteilung der Bonität eines Unternehmens. Es bewertet, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, seinen Verpflichtungen zu Zins- und Kapitalrückzahlungen zum vereinbarten Zeitpunkt nachzukommen.

Return on Capital Employed

Gemessen durch das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichem Capital Employed. Capital Employed: Bilanzsumme abzüglich Zahlungsmittel und -äquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten basierend auf Durchschnittswerten von zwei Bilanzstichtagen.

Risk-Sharing

Risikoteilung, bspw. zwischen Lieferanten und Kunden.

Ruß- oder Partikelfilter

Einrichtung zur Reduzierung der im Abgas von Dieselmotoren vorhandenen Partikel. Dabei gibt es zwei Funktionsweisen, die sich grundsätzlich unterscheiden: Wandstromfilter, bei denen das Abgas im Filter eine poröse Wand durchdringt, und Durchflussfilter, bei denen das Abgas den Filter durchfließt.

S

SCR

(»Selective Catalytic Reduction«)
Katalytische Reduktion der Stickoxide im Abgas von Verbrennungsmotoren mit einer wässrigen Harnstofflösung als Reduktionsmittel, das während des Betriebs in das Abgas eingespritzt wird. Im heißen Abgas zerfällt der Harnstoff in Ammoniak, das die Stickoxide in unschädlichen molekularen Stickstoff umwandelt.

Shop-Floor-Management

Der Begriff Werkstattsteuerung (engl.: shop floor control) wird sehr branchenspezifisch im Bereich der Produktionsplanung und -steuerung verwendet. Werkstattsteuerung dient der dynamischen, flexiblen und ressourcenschonenden Feinsteuerung der Produktion. Im Detail bedeutet dies minutengenaue Terminierung der Produktionsprozesse, permanente Transparenz in der Fertigung und optimale Auslastung der Kapazitäten.

Streubesitz

(»Free Float«)
Aktienanteil einer Aktiengesellschaft, der nicht in festem Besitz eines Anteilseigners ist. Nach der Definition der Deutschen Börse gehören Aktienpakete unter 5 % zum Streubesitz.

Stützfertigung

Die Fertigung einer bestimmten Menge eines bestimmten Bauteils wird aufgrund der Auslastung der eigenen Fertigungskapazität extern vergeben. Durch die Stützfertigung ist nach Bedarf und ohne Kapazitätserweiterung der Eigenproduktion eine flexible Anpassung der Produktionsmenge des Bauteils möglich.

Supply Chain

(Englisch)
Lieferkette

T

Tausend-Mann-Quote

Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter.

Total Quality Management

Ganzheitliches Qualitätsmanagement in allen Unternehmensbereichen.

U

US EPA TIER 1, 2, 3, 4

In den USA geltende Abgasnorm für Non-Road-Anwendungen. Sie bestimmt Grenzwerte für im Abgas enthaltene Schadstoffe wie Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel.

US Private Placement

Privater, nicht öffentlicher Verkauf einer Schuldverschreibung.

W

Wandelanleihe

Anleihe, die innerhalb einer bestimmten Frist unter bestimmten Bedingungen und in einem festen Umtauschverhältnis in Aktien des Unternehmens getauscht werden kann.

Wandelschuldverschreibung

Anleihe, die innerhalb einer bestimmten Frist unter bestimmten Bedingungen und in einem festen Umtauschverhältnis in Aktien des Unternehmens getauscht werden kann.

Working Capital

Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Working-Capital-Quote

Verhältnis Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen), bezogen auf den Durchschnitt von vier Quartalen zum Umsatz der letzten zwölf Monate.

X

Xetra

Der Begriff steht für Exchange Electronic Trading und ist der Name des elektronischen Handelssystems der Deutschen Börse, kurz: die deutsche Computerbörse.

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